Geschichte: Gemeinde Eberhardzell

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Geschichtliches

Die Gemeinde Eberhardzell wurde bereits im Jahre 1246 erstmals unter dem Name „Cella“, in der Chronik des Hauses Waldburg genannt. Die ältesten Funde, eine sogenannte Kulturschicht, lassen auf eine Besiedelung während der jüngeren Steinzeit schließen (4000 bis 1800 v. Chr.).

Die ersten Ortsherren waren die von Waldsee 1331. Ab 1475 gehörte „Cella“ zu Österreich. Truchseß Heinrich von Waldburg begann um 1600 aus den Mauerresten der Ruinen Neidegg und Schweinhausen die Heinrichsburg zu bauen.

Durch die Unterstellung unter württembergische Staatshoheit 1806 kam das Gebiet zum Oberamt Waldsee und 1938 wurde es dem Landkreis Biberach zugeordnet.

Füramoos mit seiner schönen Lage am Rande des Allgäus wurde erstmals 1143 als „Füremos“ genannt und gehörte zum Kloster Ochsenhausen.

1806 wechselte die Zugehörigkeit nach Waldsee und 1810 wieder zurück nach Ochsenhausen, als Letztes 1819 zum Oberamt Biberach. 1828 erhielt Füramoos die Stellung einer selbstständigen Gemeinde. Das heutige Füramooser Ried, das in staatlichem Besitz war, lieferte noch weit über 1837 hinaus, jährlich rund 300.000 Stück Torf, von denen der Gemeinde 141.000 zustanden. Seit 1938 gehört Füramoos zum Landkreis Biberach.

Durch die Gemeindereform 1975 wurde Füramoos Eberhardzell zugeordnet. Berühmter Mitbürger der Ortschaft Füramoos war der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg (1948-1952) Dr. Gebhard Müller.

Am Südhang einer Altmöränenplatte liegt in ländlicher Idylle Mühlhausen mit Hummertsried und Ampfelbronn, die durch das Gewässer Umlach verbunden sind. Mühlhausen wurde erstmals urkundlich im Jahre 715 erwähnt. Das Bestimmungswort Mühl weist darauf hin, dass hier von Anfang an, aber spätestens im 7. Jahrhundert, eine Mühle stand.

Mühlhausen war wohl schon im 13. Jahrhundert Zubehör der Herrschaft Waldsee und kam 1331 an Österreich unter den Truchsessen von Waldburg.

Ab 1806 unterstand Mühlhausen dem Oberamt Waldsee und bis 1809 dem dortigen fürstlich Patrimonialamt.

1822 erhielt die Gemeinde Mühlhausen mit Ampfelbronn, Ergatweiler sowie Menisrain ihren bis 1930 gültigen Umfang als zusammengesetzte Gemeinde. 1933/1935 wurde es mit Buch und Hummertsried vervollständigt. Seit 1972 gehört Mühlhausen mit seinen Ortsteilen zu Eberhardzell.

Im Riedtal, einem Seitental der Riß, liegt an der Bundesstraße 30 die Ortschaft Oberessendorf. Vorgeschichtliche Funde deuten darauf hin, dass Oberessendorf schon von den Kelten besiedelt war. Nach der Vertreibung der Römer durch die Alemannen im frühen 7. Jahrhundert ließ sich ein Alemanne Namens „Esso“ nieder. 797 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, ist bereits 817 von zwei „Essindorf“ die Rede. Angenommen wird, dass es vom 8.-10. Jahrhundert zu den Klöstern St. Gallen und Reichenau gehörte. 1331 wurde Essendorf von Waldsee an Habsburg verkauft.

Von 1386 bis 1806 hatten die Tuchnessen von Waldsee das Herrschaftsrecht. Ab 1806 kam „Essendorf“ zum Oberamt Waldsee und 1938 zum Kreis Biberach. Die selbstständigen Gemeinden Oberessendorf und Unteressendorf bildeten bis 1823 eine Gemeinde mit dem Namen „Essendorf“. Ab 1824 wurde Oberessendorf eine selbstständige Gemeinde. Seit 1975 gehört Oberessendorf mit seinen Ortsteilen zu Eberhardzell.

Arbeitskreis Heimatgeschichte Eberhardzell

Der Arbeitskreis Heimatgeschichte hat bereits 5 Chroniken verfasst, die im Bürgerbüro im Rathaus Eberhardzell erhältlich sind.

Die neuste Chronik des Arbeitskreises befasst sich mit den Gewerbe- und Handwerksbetrieben in Eberhardzell. Die Broschüre gibt einen Einblick welche Betriebe zur Zeit des 2. Weltkriegs und in der Nachkriegszeit in Eberhardzell existierten.

Ortsansässige Handwerksbetriebe und ausgestorbene Berufe wie Küfer, Rechenmacher, Wagner und Sattler werden beschrieben, damit das Wissen über sie nicht verloren geht.